Wenn man eine neue Wohnung sucht oder ein Haus bauen will, dann will man sicher sein, dass sie/es das Richtige ist, dass man sich in Zukunft darin wohl fühlt. Das ist einleuchtend, oder? Man schaut die Lage an, hört auf den Umgebungslärm, fragt sich, ob die Größe passt, ob einem die Raumaufteilung gefällt usw. Und wenn man sich dann entschieden hat, kann es einem trotzdem so gehen, wie der Frau, die eine Wohnung ohne Feng Shui gesucht hat und dann klagte: „Als wir die Wohnung besichtigt haben, hatte sie uns so gut gefallen, Und jetzt, wo wir hier wohnen, gefällt sie uns überhaupt nicht mehr, am Liebsten würden wir wieder ausziehen!“
Bevor ich Ihnen nun beispielhafte Auswahl-Kriterien aufzähle, mit denen man im Feng Shui Wohnungen auswählt und Häuser plant, denken Sie einmal zurück an die Zeit, als Sie auf Wohnungssuche waren oder ein Haus gebaut haben. Und wie ist es Ihnen seither ergangen? Was ist aus der anfänglichen Begeisterung geworden? Fühlen Sie sich überall gleich wohl oder gibt es Plätze, mit denen Sie am Liebsten nichts zu tun haben wollen? In einem Sprichwort heißt es, dass, wenn man ein Haus baut, man dreimal bauen muss, bis man das optimale Hause hat. Wer macht das schon? Sie werden mir zustimmen, dass das mit großem Geld- und Zeitaufwand verbunden ist, den die wenigsten umsetzen. Und auch wenn man zur Miete wohnt, kostet die erneute Wohnungssuche wieder Nerven, Zeit und Geld. Mit Hilfe von Feng Shui spart man sich eine lange Zeit des Ausprobierens und vielleicht auch die eine oder andere Fehlinvestition. Das spart dann Zeit, die man für anderes nutzen und Geld, das man für andere Sachen ausgeben kann.
Nun zu einer kleinen beispielhaften Auswahl von Feng-Shui-Kriterein: Himmelsrichtungen, Ausblick, Fliegende Sterne, Raumaufteilung, aktive und ruhige Zonen, Energiefluss, Umgebung, Lage, energetischer Eingang, innerer Mintang, Grundriss…
Ich gehe nun näher auf den Einfluss der Himmelsrichtungen ein. Jeder Mensch ist von Geburt an mit bestimmten Himmelsrichtungen in Harmonie. Kennt man seine günstigen Himmelsrichtungen, bedeutet das, man kann sie aktiv nutzen. Zunächst stellt man die KUA-Zahl des Menschen fest. Hat man z. B. wie ich die KUA-Zahl 7 (Westgruppe), so sind die günstigen Himmelsrichtungen SW, W, NW und NO. Dann wäre es günstig, wenn Haus oder Wohnung ebenfalls zur Westgruppe gehören würde, denn dann stimmen die unterstützenden Himmelsrichtungen des Hauses schon mal mit denen der Person überein, was schon mal eine gute Ausgangslage ist (das gleiche gilt übrigens auch für bereits bewohnte Wohnungen).
Ob das so ist, prüft man, indem man den Sitz (Rücken) des Hauses festlegt. Dann kann man auf dem Kompass ablesen, in welche Himmelsrichtung das Haus genau ausgerichtet ist. Auf dem LoPan (Feng-Shui-Kompass) sieht man dann auch gleich, welche KUA-Zahl das Haus hat.
Außerdem wäre es hilfreich, wenn bei der Raumaufteilung darauf geachtet wird, dass wichtige Räume wie Eingang, Schlaf- und Wohnzimmer, Küche und Arbeitszimmer in günstigen Richtungen liegen würden. Hier hält man sich länger auf und kann dann die dienliche Energie so nebenbei anzapfen, wovon man profitiert.
Ob man mit der neuen Wohnung Freude hat, ob man mit ihr im Einklang lebt, lässt sich allerdings nicht alleine an Hand der Himmelsrichtungen prognostizieren, denn sie sind nur ein Baustein aus der Vielzahl der Faktoren, die man bei der Auswahl der bestmöglichen Wohnung berücksichtigt. Das ist wie beim Hausbau. Da entscheidet man sich nicht nur für das Mauerwerk wie Leichtbauweise oder Ziegel, sondern schaut auch nach der Wärmedämmung, der Art des Putzes, informiert sich über Farben, hört sich um, welche Heizung die eigenen Bedürfnisse optimal befriedigt, wählt Türen aus usw. Niemand würde auf die Idee kommen, zu sagen, dass man mit dem Einzelkriterium „weiße Türen“ ein Haus bauen oder eine Wohnung finden könnte. Genauso wäre es eine Illusion, zu glauben, dass man mit dem Einzelaspekt „Himmelsrichtung“ oder „Bagua“ alleine glücklich wird.
Die Beschränkung auf Einzelaspekte würde die Chance reduzieren, die bestmögliche Wahl zu treffen. Automatisch erhöht sich damit das Risiko, in einer Wohnung zu landen, in der man sich nicht wohl fühlt. Glücklicherweise ist es nicht notwendig, ein Risiko einzugehen.
Schlagworte: bauen, Feng Shui, Himmelsrichtung, Raumaufteilung, Wohnung suchen
11. Dezember 2008 um 13:59 |
Hallo! Mich interessiert folgende Frage: Ist es okay nach Feng Shui, wenn der Ausblick aus dem Wohnzimmer (mit mehreren Fenstern!) auf eine leere unfertige Baustelle (ein Gewerbehaus aus Beton und eine Grube/betoniertes Fundament) gerichtet ist? Un noch eine Frage: Ich bin zwar keine Christin, aber bei einer Besichtigung (die Wohnung ist von einer sehr schönen Ev.Kirche nur 5m enfernt) hatte ich sofort das Gefühl der Geborgenheit…Allerdins fühlte ich mich bei der Raumaufteilung dieser Wohnung (alle Fenster gehen in den Innenhof, die Kirche sieht man also nicht) nicht so gemütlich, eher wie in einem Käfig oder so.Was sagt Feng Shui dazu? Welche Wohnung soll ich nehmen: die 1-te (aber mit Ausblick auf eine hässliche, dennoch stillgelegte Baustelle) oder die 2-te (mit schöner Kirche, aber dem Blick auf Nachbarfenster/Innenhof)???
Würde mich Ihre Meinung sehr interessiern!
15. Dezember 2008 um 18:43 |
Hallo Lisa,
Neben vielen Faktoren sollte man bei der Auswahl der Wohnung natürlich auch darauf achten, was man hört und sieht, wenn man rausschaut. Eine unfertige Baustelle ist stagnierende Energie. Warum ist sie unfertig? Ging das Geld aus? Und wenn der Blick aus dem Wohnzimmer vielleicht Ihr energetischer Eingang wird, dann sollten Sie sich den Spruch vor Augen halten: „Was man sieht, das bekommt man.“
Ein Blick auf diese Art von stagnierender Energie kostet immer Kraft und Energie. Jedesmal, wenn Sie raussehen, nimmt Ihnen das Energie weg. Irgendwie wirkt es nicht so richtig aufbauend und einladend, oder?
Bei der anderen Wohnung sagen Sie schon jetzt, dass Sie sich wie in einem Käfig fühlen. Wie wird das erst, wenn Sie dort einziehen? Auch hier scheinen Blockaden zu bestehen. Das dürfte dann wohl ebenfalls nicht das Richtige sein? Schließlich werden Sie mehr Zeit in der Wohnung, als in der Kirche verbringen? Vielleicht wäre es auch umgekehrt, wenn Sie diese Wohnung nehmen würden…
Natürlich lässt sich an Hand der zwei Aspekte keine eindeutige Aussage darüber treffen, welche Wohnung die bessere sein könnte. So kann ich keine umfassende Analyse vornehmen, sondern nur diese zwei beschriebenen Aspekte als Teil des Ganzen zur Bewertung heranziehen.
Vielleicht wartet die richtige Wohnung woanders auf Sie?
Herzliche Grüße und viel Erfolg bei der Wohnungssuche!
Sonja M. Berndl