Dem Glück auf der Spur

By Sonja

Fragt man die Menschen, ob sie mit ihrer Arbeit glücklich sind, ob es das ist, was sie am Liebsten machen, hört man oft, dass sie gerne eine andere als die ausgeübte Tätigkeit machen würden. Echte Begeisterung klingt da nicht durch. Könnte es sein, dass viele Menschen in ihrer Arbeit kein Glück erleben?

Da stellt sich dir Frage: Wie weiß man, dass man glücklich ist? Ich habe dazu en 3-bändigen Brockhaus befragt, der wusste zu „Glück“ keine Antwort! Glücklicherweise gibt es noch andere Quellen. In der Glücksforschung unterscheidet man grob zwei Arten von Glück:

  • Glück als das Erleben eines euphorischen Gefühls, den Glücksmomenten,
  • Glück als (mit Einschränkungen) dauerhafter Zustand, als glücklich sein, im Sinne von Zufriedenheit.

Man müsste folglich die Eingangsfrage anders stellen: „Sind Sie mit Ihrer Arbeit noch zufrieden oder erleben Sie schon Glücksmomente?“

Beim Glückszustand vergleicht man bewusst oder unbewusst den SOLL- mit dem IST-Zustand einer Lebenssituation. Im beim Beispiel Arbeit zu bleiben: Man vergleicht die Vorstellungen über und Wünsche  / Erwartungen an die Arbeit mit der Realität. Stimmen sie überein, fällt das Urteil positiv aus und man ist zufrieden. Als Indiz könnte der Satz „Es passt schon“ gelten. Es ist mehr ein „dahinplätschern“. „Glücklich sein“ ist ein Synonym für „zufrieden sein„, ist Ergebnis einer Denkleistung.

Dagegen ist das Glück als Glücksmoment eine rein emotionale Sache und kommt hierarchisch gesehen noch vor der Zufriedenheit. Dazu zuerst ein Ausflug zur Herkunft des Begriffs, die schon viel über das Glück aussagt: Das „Glück“ geht auf die deutschen Wurzeln „leicht“ zurück. Daraus entwickelte sich „gelingen“ und irgendwann ab dem 12. Jahrhundert entstand dann „Gelücke“ oder „Gelucke“. Steckt da im Englischen „luck“ auch heute noch was vom Ursprung drin? Das Glück hat also etwas mit „leicht gelingen“ zu tun.

In der Arbeit bedeutet das, dass man völlig in der Aufgabe aufgeht. Man ist so vertieft, dass die Zeit nur so dahinfliegt und man wundert sich, wie schnell die Zeit vergangen ist. Die Arbeit läuft wie geschmiert, man ist der Herausforderung gewachsen, ohne gelangweilt zu sein. Man denkt an nichts anderes, an keine Sorgen, keine Termine, denkt nur an die Aufgabe, mit der man gerade beschäftigt ist. Kurz: Man vergisst die Welt um sich herum. Während der Arbeit und am Ende ist man mit der geleisteten Arbeit und dem Ergebnis hochzufrieden und so begeistert, dass man die ganze Welt umarmen könnte. Trotz Energieeinsatz ist man voller Kraft und Energie und könnte Bäume ausreißen. Nach einer Allensbach-Studie für die Zeitschrift „emotion“ können sich nur 30 % ! der Deutschen überhaupt ein solches Glückserlebnis vorstellen. Meine Schlussfolgerung: Die restlichen 70 % der Befragten haben noch keinen euphorischen Augenblick erlebt. Wie schade!

Sie fragen sich jetzt vielleicht, was das mit Feng Shui zu tun hat? In der Feng-Shui-Literatur wird immer wieder Glück und Zufriedenheit als erstrebenswertes Ziel propagiert. Da wollte ich mal genau wissen, wie das Glück überhaupt definiert ist. Im Feng Shui könnte man folgende Ziele ansteuern:

  • mehr als bisher Glücksmomente aneinander reihen und
  • Zufriedenheit als Dauerzustand erleben.

Da hat man dann beides: Das Glück als euphorischen Augenblick und ein glückliches (zufriedenes) Leben.

Wenn man auf die Psychologie von Feng Shui nicht vertrauen will, kann man auch nach Vanuatu auswandern. Auf diesem Inselstaat nördlich von Australien leben einer Studie der britischen New Economics Foundation zufolge die glücklichsten Menschen.

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