Das Leben auf dem Pulverfass

By Sonja

Kürzlich habe ich einen Prospekt über Kaufbeuren im Allgäu in Händen gehalten. Darin war zu lesen, dass der Stadtteil Neugablonz 1946 von Flüchtlingen aus Gablonz (heute Tschechien) auf den Trümmern eines Pulver- und Sprengstoffwerkes gebaut worden sei.

Ich habe mal als Sozialpädagogin in Kaufbeuren gearbeitet. Aus dieser Zeit weiß ich, dass der genannte Stadtteil ein sog. “sozialer Brennpunkt” war (ist?). Dazu fiel mir spontan der Vergleich “Leben auf dem Pulverfass” ein. Dazu kommt noch, dass die Flüchtlinge wahrscheinlich Gewalt, Hass und Angst erlebt und in ihre neue Heimat mitgebracht haben. Offensichtlich hat sich die Schwingung der Menschen und die der Produktion von Pulver und Sprengstoff in die heutige Zeit herübergerettet und wirkt auf die Menschen ein.

Manch eindrucksvolles Beispiel erklärt sich von selbst!

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